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StandardS | 17 deutschland, Land der barzahler: 60 Prozent der deutschen Konsumenten zahlen heute „cash“ im foKus reichende Akzeptanz bei einer kritischen Masse an Käufern wird der Handel kaum in Mobile Payment-Lösungen und entsprechende Kassensysteme investieren – umgekehrt wird das mobile Bezahlen für die Verbraucher erst dann interessant, wenn es weitgehend flächen deckend funktioniert. Wir wollen mit innovativen Konzepten dazu beitragen, dass die Beteiligten die Chancen dieser neuen Möglichkeiten ausschöpfen können und haben jetzt die Initiative ergriffen.“ GS1 Germany bietet eine unabhängige und neutrale Plattform, auf der sich die Marktteilnehmer austauschen, ihren Bedarf klären und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen für Mobile Payment entwickeln können. Im Rahmen des strategischen Schwerpunkts Mobile Commerce beschäftigt sich eine eigene Arbeitsgruppe mit der Frage, wie die verschiedenen Systeme möglichst naht los, effizient und ohne Medienbrüche zusammenarbeiten können. Punkt eins auf der Agenda: die Entwicklung einer konkreten Anwendungsempfehlung für und Konsumenten von Mobile Payment profitieren? Für einen echten Durchbruch ist neben einheitlichen technologischen Standards und Schnittstellen auch ein Konsens zwischen den beteiligten Akteuren notwendig. Netzbetreiber, Technologielieferanten, Gerätehersteller, Händler, Kunden und Banken: Die Vielzahl unterschiedlicher Marktteilnehmer macht ein abgestimmtes Vorgehen nicht einfacher. Etliche Anbieter investieren separat in die Entwicklung – so werden wertvolle Synergiepotenziale verschenkt. Zudem könnten die unterschiedlichen Angebote und Registrierungssysteme potenzielle Nutzer überfordern. „Hier stehen wir vor einem klassischen Henne Ei-Problem“, sagt Jörg Pretzel, Geschäfts führer von GS1 Germany: „Ohne ausdie ideale, kontaktlose Mobile Payment Lösung auf Basis von NFC im stationären Einzelhandel. Bis Mitte 2012 soll zudem ein händlerübergreifendes Pilotprojekt gestartet werden. „Ich bin überzeugt, dass der Handel hier weitere Effizienzpotenziale heben kann“, sagt Ercan Kilic, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Payment bei GS1 Germany. „Wichtig ist, dass die Unter nehmen jetzt über den eigenen Tellerrand schauen und die Chance nutzen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Wir laden alle interessierten Unternehmen ein, sich an der Diskussion zu beteiligen.“ Ercan Kilic, +49 (0)221 9 47 14-218 kilic@gs1-germany.de „Revolution im B2C-Dialog“ STANDARDS: Im vergangenen Jahr hat GS1 Germany Mobile Commerce als eigenständiges Geschäftsfeld etabliert. Wie kann GS1 Germany die deutsche Wirtschaft hier unterstützen? Jörg Pretzel: Mobile Commerce hat sich zu einem strategisch wichtigen Vertriebskanal für Händler und Hersteller entwickelt; neue Formen der Kundenansprache revolutionieren den B2C-Dialog. GS1 Germany lotet die Businesspotenziale in diesem Bereich aus und zeigt ganzheitliche Lösungswege auf – von der Datensicherheit bis zu neuen Standards für mobile Services. Wir sind überzeugt: Mobile Commerce bietet enorme Chancen, wenn es gelingt, auf der Basis einheitlicher Standards effiziente Prozesse und klare, offene Strukturen zu schaffen. STANDARDS: Wo liegen aktuell die Schwerpunkte Ihrer Arbeit? Jörg Pretzel: Unter dem Dach des MobileCom Advisory Boards setzen sich drei Arbeitsgruppen mit den Themen Extended Packaging/Trusted Data, Mobile Couponing und Mobile Payment auseinander. Gemeinsam mit Industrie und Handelsunternehmen sowie Vertretern der MobileCom-Wertschöpfungskette haben wir eine Roadmap für die Umsetzung marktfähiger Konzepte bis 2012 entwickelt. Mit der Starbucks-App können die Nutzer über ein Guthabenkonto in knapp 7.000 Filialen in den USA bargeldlos bezahlen Erste Ergebnisse werden auf dem diesjährigen ECR-Tag im September in Berlin vorgestellt. STANDARDS: Welche konkreten Schritte planen Sie im Bereich Mobile Payment? Jörg Pretzel: Im Mittelpunkt steht eine Anwendungsempfehlung für die ideale, kontaktlose Mobile Payment-Lösung auf Basis von Near Field Communication (NFC) im stationären Einzelhandel. Im kommenden Jahr wollen wir zudem ein händlerübergreifendes Pilotprojekt starten und Kriterien für eine Mobile Payment-Matrix am POS festlegen. Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany | |
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