Volltext anzeigen | |
StandardS | 23 MÄrkte & trends 3. Nachhaltige Ressourcenund Landnutzung Um der Ausbeutung der Natur entgegenzuwirken und nachhaltige Produkte dauerhaft produzieren zu können, braucht es eine vernünftige und vorausschauende Ressourcenund Landnutzung. Kernaufgaben sind unter anderem eine intelligente Kreislaufführung nicht erneuerbarer Rohstoffe, die Entschleunigung von Konsum, die Steigerung von Boden fruchtbarkeit und Biodiversität sowie eine Neuausrichtung des Fokus von Produkten hin zu Dienstleistungen. Initiative: Im Rahmen einer Umweltkostenrechnung bilanziert der Sportartikelhersteller Puma Ausgaben für Treibhausgasemissionen und Wassernutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So kann das Unternehmen diese Themen im Tagesgeschäft effektiver managen. www.puma.de „mit einer nachhaltigen Produktion unserer Konsumgüter würden sich viele umwelt und Sozialprobleme lösen lassen. daher sollte es uns jeden cent wert sein, geld in die richtigen Kanäle zu geben.“ – Moriz Vohrer, ecoScan Initiative 4. Faire Handelspartnerschaften Gemeinsam mehr bewirken – langfristige, faire Partnerschaften stützen eine nachhaltige Wirtschaft effizienter als isolierte Unternehmen. Schließlich bieten Kooperationen eine Plattform für fruchtbaren Kompetenzaustausch, der für die Optimierung von Produkten und Prozessen entlang der Value Chain nötig ist. Ebenfalls erforderlich sind gemeinsames Lernen und eine Loslösung von bilateralen Verhandlungen, die rein auf Preise fokussiert sind. Industrie, Handel und Dienstleister können mit Blick auf die Positionen der Kooperationspartner effektive Entscheidungen im Sinne Aller treffen – Umwelt und Gesellschaft eingeschlossen. Initiative: Das Global Social Compliance Programme (GSCP) des Consumer Goods Forums setzt sich dafür ein, die unterschiedlichen Umweltund Sozial standards zu harmonisieren, um auch in Sachen Nachhaltigkeit eine global einheitliche Sprache in Industrie und Handel zu sprechen. www.gscpnet.com „Wünschenswert ist ein frühzeitiger austausch innerhalb der branche und die Kultur einer gleichermaßen transparenten wie geschützten Kommunikation, bei der Wettbewerbsgedanken hinten anstehen.“ – Jürgen Knirsch, Greenpeace Deutschland 5. Klimaschutz Der Ruf nach weltweiten Klimaschutz-Standards wird immer lauter: Gerade hat eine US-Studie festgestellt, dass der weltweite Ausstoß von CO2 stärker als erwartet zugenommen hat. Das klimaschädliche Gas ist für eine Vielzahl globaler Probleme verantwortlich, darunter Überschwemmungen, Wüstenbildung und das Abschmelzen von Gletschern. Effizientere Nutzung von Energie, erweiterter Einsatz erneuerbarer Energiequellen sowie CO 2 -arme Produktion, Transportlösungen und Lebensstile sind nur einige der Angriffspunkte. Initiative: Auf der Online-Plattform „GreenXchange“ können Unternehmen ihre Nachhaltigkeitspatente offen zur Verfügung stellen. Dieser Wissensaustausch ermöglicht die gemeinsame Entwicklung innovativer, nachhaltiger Geschäftsmodelle. www.greenxchange.cc „der beitrag der Konsumgüterwirtschaft liegt im co2-armen handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette – und in der Schaffung entsprechender rahmenbedingungen.“ – Dr. Klaus Kastenhofer, GLOBAL 2000 | |
![]() ![]() | ![]() ![]() |
![]() |